Content Management?
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Content Management hat sich etwa ab Sommer 2002 zum Modebegriff
entwickelt, hinter dem sich mittlerweile gar vieles versammelt.
1.200 verschiedene Content-Management-Systeme bietet der deutsche
Markt. Verwirrung? Natürlich! Gehen wir das Thema also über die
Grundlagen an.
Der Begriff des Content Managements (in deutsch: Verwaltung von
Inhalten) bezeichnet die Idee, die Inhalte von Internet-Auftritten,
also Texte und Bilder, so zu verwalten, dass man kein Universalgenie
sein muss, um eine Internetseite zu ändern.
Das Content Management hat Vorläufer in den Redaktionssystemen
großer Zeitungsverlage. Der Redakteur konzentriert sich auf seine
journalistische Kernkompetenz. Er muss sich nicht darum kümmern,
wie die Seite, die er bearbeitet, für den Druck aufbereitet wird.
Das Gegenteil von Content Management ist die Bearbeitung von Print-Dokumenten
mit Texten und Bildern mit "wysiwyg"- (what you see is what you
get) bzw. "visuellen" Editoren. Text wird geschrieben und formatiert,
Bilder und Tabellen werden eingefügt, gestaucht, gezogen und positioniert.
Sieht das Dokument dann auf dem Monitor schön aus, wird es gedruckt.
Das Dokument könnte danach sofort gelöscht werden, denn es ist
ein Einzelstück.
Redaktioneller und bildredaktioneller Inhalt sind mit Layout und
Struktur genau für diesen Einzelfall komplett ineinander verschmolzen.
Es mag Spaß machen, so zu arbeiten, mittelfristig ist es sicher
nicht produktiv.
Das haben die Software-Hersteller erkannt und so genannte Dokument-
oder Formatvorlagen ermöglicht. Stellen Sie sich vor, sie bearbeiten
alle Ihre Druck-Dokumente nur auf Basis von Formatvorlagen, denn
sind Sie vom Content Management nur noch einen Schritt entfernt.
Der Ursprung von HTML, der Seitenbeschreibungssprache des Internet,
geht in die 60er Jahre zurück. Die Idee - damals wie heute - war,
den redaktionellen und bildredaktionellen Inhalt strikt vom Layout
(Formatierung) und von der Dokumentstruktur (Text- und Bildblöcke
mit klar definierter Bestimmung) zu trennen.
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